Lange Standzeit - Motor reaktivieren

  • Ich habe etwas nach Ölen gesucht. Was haltet ihr vom Rowe SAE 20W-50?

    ROWE Motoröl, Getriebeöl und Schmierstoffe für den Handel
    Wir verstehen uns als enger Partner für den Fachhandel im In- und Ausland. ROWE liefert hervorragende Öle für den Motor und das Getriebe, Kühlmittel sowie…
    www.rowe-oil.com

    …oder alternativ vom etwas teureren CASTROL CLASSIC XL SAE 20W-50. Ich denke bei 2,7L Füllmenge und Literpreisen deutlich unter 10€ muss man da wegen der Kosten buchstäblich “kein Fass aufmachen”.


    …oder Motul Classic

    MOTUL
    MOTUL
    www.motul.com


    …oder Liqui Moly High-Tech 10W-30

    Touring High Tech 10W-30
    Mineralisches Ganzjahresmotoröl. Sichert dank ausgewählter Grundöle und Additive die optimale Schmierung unter allen Betriebsbedingungen.
    www.liqui-moly.com

    Edited 2 times, last by B-L (June 25, 2024 at 10:04 PM).

  • nix da, lieber kein 10W30. viel zu dünn.

    nimm einfach ein ganz ordinäres 15W40 und gut. braucht der motor dann (zu viel) öl, nimmst halt ein 20w50.

    Marke ist scheißegal. :)

    LG
    KF

    Kadett B Coupe und ein paar andere Fässer.
    Motorsport du Gurke!

    Edited once, last by Kolbenfresser (June 25, 2024 at 10:25 PM).

  • 15-W40 hat der Motor auch früher immer bekommen. Neben der Viskosität achte ich auch auf die Spezifikation API SF. Was hältst du vom Rektol SF 15W40?

    REKTOL SF 15W-40
    Erstklassiges Turbo-Mehrbereichs-Motorenöl, welches für hoch belastete Diesel- und Benzinmotoren geeignet ist. Für erschwerte Betriebsbedingungen und hoch…
    www.rektol-klassik.de


    Merkt man eigentlich, dass es mir Spaß macht, nach Öl zu stöbern? ^^

  • Der Motor ist noch in der Karre nehme ich an? Oder heißt "nicht fachgerecht" der lag 25 Jahre ohne Abdeckung irgendwo in nem schuppen rum?
    Wie schon mal angerissen, ich würd als erstes das Öl-Ablassen und neues rein kippen. Da ich das 20w50 immer in nem 5Liter Kanister rumliegen habe würde ich das rein schütten.
    Hätte ich ein 10w40 würde mich das für nen Startversuch auch nicht abschrecken.

    Hauptsache die alte Suppe ist raus und die neue ist drin.
    Kühlwasser eben natürlich mal kucken und auffüllen.
    Kucken sollte man evtl auch ob irgendwo komplett was offen ist.
    Soll heißen ob durch das auffüllen vom Öl oder Wasser direkt wieder alles unter der Karre liegt ohne das er mal gelaufen ist.

    Ist es halbwegs trocken würde ich das Kabel von der Zündspule ziehen so das nicht gezündet werden kann.
    Dann würde ich mit anlasser mal ne schöne Minute ordentlich orgeln.
    Dadurch dreht schon mal alles und es baut sich öldruck auf.
    Im Anschluss evtl. nochmal kucken ob unten irgendwo was raus läuft, falls nicht -> neue kerzen rein, spule anschließen und give it a shot.

    Orgeln bis er wirklich angspringt kann ewig dauern würde ich sagen. Also nicht gleich verzweifeln und denken das alles schrott ist.
    Vergaser ist ziemlich sicher überall bissl eingelaufen mit sprit von damals etc.

    Wenn er dann mal laufen sollte, in jedem Fall Temperatur im Auge behalten.
    Dazu vorher am besten mal checken ob der Fühler angeschlossen ist (kabel vorne am Öleinfüllstutzen wie ich mittlerweile weiß).

    Bei einschalten von Zündung Stufe 1 mal kucken ob sich der Temperaturzeiger minimalst bewegt, rum zuckelt, so wie quasi immer alles in den Kisten rum zuckelt :):)
    Zuckelt er bissl, gutes zeichen das er wirklich was anzeigt.
    Macht er gar nix, macht er wahrscheinlich auch paar minuten später nix, vielleicht aber auch doch ^^^^^^

    In jedem Fall würd ich ihn wieder ausschalten wenn er läuft aber sich nach 1 bis 2 minuten noch nix am Temp. Zeiger getan hat.

    Hauptsache die Karren laufen

  • Das Auto stand mit eingebautem Motor abgedeckt im Schuppen. Vor Jahren gab es mal einen Startversuch. Nach längerem orgeln lief der Motor angeblich. Die ganze Aktion war mit mir nicht abgestimmt und ich war damals auch nicht dabei. In einer idealen Welt hat man eine Remise und bewegt sein Auto gelegentlich selbst. Bei mir war das anders. Ich bin vom Land in die Stadt gezogen und musste das Auto damals zurücklassen. Über Beziehungen hatte ich die Möglichkeit das Fahrzeug bei jemanden mit einem Resthof unterzustellen. Dort aufzulaufen und dann am Wochenende auf dem Hof rumzufrickeln und rumzuknattern, war nicht Teil der Absprache. Ich hätte dazu auch gar keine Zeit gehabt. Mit anderen Worten, das Auto wurde echt vernachlässigt; das mir hat mir stets ganz schlechte Gefühle bereitet. Nun bricht vielleicht ein neuer Lebensabschnitt an. Das Auto ist wieder etwas näher bei mir. Ich kann mich jetzt wieder etwas kümmern und muss die Erinnerung an mein vernachlässigtes Auto nicht mehr verdrängen. Material zu suchen, die Gedanken um Schmiermittel kreisen zu lassen und den nächsten Besuch beim Kadett zu planen, macht wieder richtig Spaß.

    Kühlerfrostschutz und sogar Scheibenwaschwasser ist noch drin. Der Wagen wurde damals einfach weggeschoben, wie er war. Zum Kühlerfrostschutz. Was füllt ihr da ein?

    Edited 2 times, last by B-L (June 26, 2024 at 8:23 AM).

  • Wie viele Jahre stand der Kadett denn?

    Mit Verlaub: bei längerer Standzeit wäre der Motor das allerletzte, was ich in Angriff nehmen würde. der läuft am Ende sowieso.

    Lieber bei den Reifen anfangen, dann Bremsbeläge, Zylinder, Leitungen, HBZ, Fahrwerk usw.

    langes orgeln ist unprofessionell. Eine angemessen vorbereitete Peripherie (benzinpumpe, Leitungen, vergaser, Zündung) sorgt dafür, dass das Auto ganz normal anspringt.

    … my 5 Cents…


    LG

    KF


    PS: jedes 15W40 übererfüllt die Standards von vor 30 Jahren. Meine Empfehlung: einfach Öl im Baumarkt/Discounter kaufen. Mehrgeld ist Marketing …

    Kadett B Coupe und ein paar andere Fässer.
    Motorsport du Gurke!

  • Es gibt 1000 veritable Baustellen. Die offizielle Außerdienststellung war April 94. Den Motor nach langer Zeit mal wieder blubbern zu hören, hat seinen eigenen Reiz und stellt eine gewisse Verlockung dar. Andererseits gibt es einen gewissen Rechtfertigungsdruck, wenn man so ein Projekt angehen möchte und dann gefragt wird. „Ja läuft die „alte Karre“ denn überhaupt noch.“ Wenn das eigene Umfeld das in Frage stellt, weil nun verschiedene Ressourcen in diese Richtung fließen sollen, dann muss man genau hier den Hebel ansetzen und diesen Beweis antreten.

    Kadett LS In der Betriebsanleitung und den Handbüchern steht: Spezifikation API-SF. 15W-40 ist keine Spezifikation sondern nur die Viskosität eines Mehrbereichsöls. Ich hatte es in Post #20 schon geschrieben und einen Auszug aus dem Handbuch gepostet. Eine Übererfüllung der Norm mit den modernen Additiven möchte ich möglichst vermeiden.

    Edited 4 times, last by B-L (June 26, 2024 at 10:50 AM).

  • Bei meiner Aussage zur Kadett B Öl-Spezifikation muss ich etwas zurückrudern. Die Angaben „API SF“ stammen aus einem 1987 erschienenen Selbsthilfehandbuch. In der original Betriebsanleitung steht etwas anderes:

    HD-Öl Spezifikation GM 4745-M



    Ich werde erst einmal das alte Öl ablassen und der alten Mocke ordentlich Zeit geben, rauszulaufen. Parallel nehme ich die Zündkerzen raus und werfe einen Blick ins lnnere und gucke dann, ob sich der Motor noch von Hand drehen lässt. Dann sehen wir weiter.

    Als späteres Betriebsöl könnte ich mir inzwischen ein Rektol SC vorstellen.

    Edited once, last by B-L (June 26, 2024 at 12:58 PM).

  • Es gibt Motoren, die sind einfach tolerant. Ich hatte mal einen Golf II mit 90 PS. Am Ende habe ich da alles reingegossen was rumstand. Der Wagen juckelt wahrscheinlich noch immer durch Afrika. Aber wahrscheinlich hast du Recht und ich sollte mir nicht so viele Gedanken machen. Lass mir einfach meinen Spaß. Ich habe die Beschäftigung mit solchen Themen viel zu lange vermisst und freue mich gerade, wenn ich in den alten Unterlagen kramen kann.

  • Ich war heute kurz beim Auto und habe zunächst die Kerzen rausgedreht und jedem Zylinder einen Spritzer Öl gegeben. Anschließend habe ich mir gedacht, jetzt probiere ich mal ob er sich überhaupt bewegen lässt. Als mich die Neugier überkam waren die Kerzen aber schon wieder drin. Mit dem kurzen Hebel aus dem 3/4 Zoll Ratschen-Satz ließ sich der Motor zwar leicht gegen die Kompression bewegen, aber nicht weiter. Über den Totpunkt bin ich nicht hinausgekommen, dann der Motor ging bedingt durch den Druck eigenständig wieder in die Ausgangslage zurück. Ich finde, das ist schon ein gutes Zeichen. Jedenfalls ist er nicht festgegammelt

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!